BMW und Quantinuum erweitern Partnerschaft Quantencomputing für die Mobilität der Zukunft

Von Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Quantinuum und die BMW Group bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich Quantencomputing zu einer mehrjährigen strategischen Partnerschaft aus. Ziel ist die Entwicklung neuer Materialien und Technologien für die Mobilität der Zukunft – von effizienteren Brennstoffzellen bis hin zu nachhaltigen Antriebssystemen.

Quantencomputing beschleunigt die Mobilität der Zukunft. Symbolbild. (Bild:  © abangaboy/stock.adobe.com)
Quantencomputing beschleunigt die Mobilität der Zukunft. Symbolbild.
(Bild: © abangaboy/stock.adobe.com)

Seit 2021 arbeiten Quantinuum und die BMW Group gemeinsam an Forschungsprojekten, die komplexe Herausforderungen der industriellen Chemie adressieren und die Entwicklung der nächsten Generation nachhaltiger Mobilität unterstützen sollen. Die Kooperation entwickelte sich von grundlegender Algorithmusforschung hin zu fortgeschrittenen Simulationen molekularer Systeme. Dadurch konnten die Forschungsteams neue Erkenntnisse über katalytische Aktivitäten, Reaktionswege und Materialeigenschaften in energiebezogenen Umgebungen gewinnen. Mit der Verlängerung der Zusammenarbeit entsteht nun eine der langfristigsten Partnerschaften zwischen einem Industrieunternehmen und einem Anbieter von Quantencomputing-Technologien.

„Quantinuum konzentriert sich darauf, die kommerzielle Nutzung von Quantencomputing durch enge Zusammenarbeit mit führenden Industrieunternehmen in hochrelevanten Anwendungsfeldern voranzutreiben“, sagte Dr. Rajeeb Hazra, Präsident und CEO von Quantinuum. „Unsere erweiterte Partnerschaft mit der BMW Group unterstreicht diesen Anspruch, und wir freuen uns darauf, die gemeinsam erzielten Fortschritte weiter auszubauen.“

Molekulare Systeme exakt simulieren

Die Forscher der BMW Group nutzen Quantinuums Trapped-Ion-Architektur, die hochpräzise Operationen ermöglicht und damit besonders geeignet ist, molekulare Systeme exakt zu simulieren. Im Fokus stehen dabei elektrochemische Prozesse, die eine zentrale Rolle bei nachhaltiger Mobilität sowie bei der Entwicklung und Optimierung von Brennstoffzellen spielen.

Im Rahmen der Vereinbarung wird die BMW Group auf mehrere Generationen von Quantinuums Quantencomputern zugreifen können. Dazu zählen das aktuelle System „Helios“ sowie die kommenden Generationen „Sol“ (geplant für 2027) und „Apollo“ (geplant für 2029). Dadurch sollen Fortschritte schrittweise validiert und Lösungen mit industrieller Relevanz entwickelt werden.

Quantencomputing bei BMW schon seit Jahren ein Thema

„Wir beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren mit Quantencomputing“, erklärte Dr. Martin Tietze, Vice President New Technologies der BMW Group. „Gemeinsam mit Partnern wie Quantinuum übertragen wir Fortschritte in der Quantenhardware in reale Anwendungen – etwa bei der Optimierung von Materialien für zukünftige Fahrzeuggenerationen.“

Quantinuums Fortschritte auf dem Weg zu großskaligen, fehlertoleranten Quantensystemen sollen es BMW ermöglichen, die steigende Rechenleistung gezielt für die Katalysatorforschung einzusetzen. Dabei stehen insbesondere Sauerstoffreduktionsreaktionen an Platinkatalysatoren im Mittelpunkt, um Kosten zu senken und die Energieeffizienz zu verbessern.

Leistungsfähigkeit von Katalysatoren auf einen Quantencomputer simuliert

Bereits 2024 hatten die Unternehmen gemeinsam mit einem weiteren Industriepartner einen Meilenstein erreicht: Sie simulierten erstmals die Leistungsfähigkeit von Katalysatoren auf einem Quantencomputer. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Neben den technologischen Fortschritten hat sich die Zusammenarbeit zu einer eng verzahnten, interdisziplinären Kooperation entwickelt. Quantenphysiker, Chemiker und Ingenieure arbeiten dabei dauerhaft zusammen – ein Zeichen für die Komplexität der Aufgabe und die Größe der gemeinsamen Ambitionen.

Weitere Informationen: https://www.quantinuum.com/

INfo: Quantencomputing bei bmw

  • Quantinuum und BMW Group erweitern wegweisende Zusammenarbeit im Quantencomputing durch neue mehrjährige Partnerschaft.

  • Die Unternehmen wollen ihre Co-Creation-Partnerschaft fortsetzen, um die Mobilität der Zukunft voranzutreiben.

  • BMW erhält im Rahmen der Partnerschaft Zugang zu den neuesten Quantinuum-Systemgenerationen.

  • Fortschritte in der Materialforschung unterstützen zahlreiche Technologien der nächsten Generation.

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