3D-Druck und CNC-Verfahren Was die On-Demand-Fertigung in der Drohnenindustrie vorantreibt

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Protolabs erweitert seine Fertigungslösungen für Drohnenhersteller. Neue 3D-Druck- und CNC-Verfahren ermöglichen schnellere Iterationen, leichtere Bauteile und eine skalierbare Produktion.

Bauteil für eine Drohne, das mit MJF in PA12 gedruckt wurde.(Bild:  Protolabs)
Bauteil für eine Drohne, das mit MJF in PA12 gedruckt wurde.
(Bild: Protolabs)

Protolabs, der weltweit führende Anbieter digitaler Fertigungsdienstleistungen, gibt bekannt, dass das Unternehmen sein Serviceangebot für Drohnenhersteller angesichts des rasanten Branchenwachstums stark erweitert hat. Die zusätzlichen Kapazitäten umfassen fortschrittliche 3D-Drucktechnologien, die Entwicklungsteams mehr gestalterische Freiheit bei der Herstellung leichter Bauteile mit hohen Leistungsanforderungen bieten. Hinzu kommen ein erweitertes Materialangebot speziell für Drohnenanwendungen sowie schnelles CNC-Fräsen für einsatzfertige Metall- und Kunststoffteile.

Seit 2023 ist der Umsatz, den Protolabs mit Drohnenkunden erzielt, um mehr als 90 Prozent gewachsen. Die jährliche Wachstumsrate (CAGR) liegt bei knapp 40 Prozent. Dies ist ein deutliches Zeichen für die anhaltend starke Nachfrage der Drohnenbranche nach schneller, bedarfsgerechter Fertigung. Führende Unternehmen setzen dabei über das gesamte Leistungsspektrum hinweg auf Protolabs – vom Prototyping bis zur Serienproduktion.

„Die Branche ist hart umkämpft und Drohnenentwickler schaffen Innovationen in einer Geschwindigkeit, die man sonst nur in der Softwareentwicklung kennt,“ berichtet Suresh Krishna, Präsident und CEO von Protolabs. „Die Kapazitäten und Fähigkeiten von Protolabs passen exzellent in dieses Muster, da dieser Anspruch an Innovationskraft und Tempo Teil unserer Unternehmens-DNA ist und es uns so auch gelingt, flugfertige Bauteile in Tagen statt Wochen zu liefern. Durch unsere aktuellen Weiterentwicklungen erreichen wir darüber hinaus engere Toleranzen und leichtere Bauteile, die optimal auf die Anforderungen von Drohnenanwendungen zugeschnitten sind.“

Marktforschern zufolge liegt der Wert der weltweiten Drohnenbranche derzeit bei bis zu 60 Milliarden Euro und soll in den kommenden zehn Jahren auf 123 Milliarden Euro steigen. Das entspricht einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 9,5 Prozent. Treiber dieses Wachstums sind steigende Investitionen in Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Hinzu kommt der boomende Markt für kommerzielle Drohnenanwendungen, der sowohl kurz- als auch langfristig für Dynamik sorgt.

Leichtbau durch fortschrittlichen 3D-Druck

Durch eine besonders enge Partnerschaft mit HP Additive gelang es Protolabs, die Multi-Jet-Fusion-Kapazitäten (MJF) im 3D-Druck weiter auszubauen und zusätzliche, speziell auf Drohnenhersteller zugeschnittene Produktionskapazitäten zu schaffen. Die Technologie gibt Entwicklungsteams größere gestalterische Freiheit bei gleichzeitiger Einhaltung strenger Gewichtsvorgaben. Sie ermöglicht dünnwandige, nahezu durchscheinende Bauteile, die dennoch die notwendige Festigkeit und Leistung bieten.

In der Drohnenbranche kommt MJF vor allem für die schnelle Fertigung leichter, aerodynamischer und stark individualisierter Bauteile zum Einsatz. Dazu zählen etwa Luftkanäle, Gehäuse, Halterungen und Steckgehäuse, die eigens für die Kühlung der Avionik, die Wartung im Feldeinsatz und die Integration von Nutzlasten optimiert sind.

Protolabs verfügt zudem über ISO-9001-zertifizierte 3D-Druckkapazitäten zur Fertigung von Bauteilen mit besonders hohen Anforderungen.

Erweitertes Materialangebot im Protolabs Network für Drohnenanwendungen

Darüber hinaus bietet das Protolabs Network nun Lösungen für größere und komplexere Bauteile mit engeren Toleranzen. Das Materialangebot des Netzwerks aus sorgfältig geprüften Fertigungspartnern ist zuletzt um fast 50 Prozent gewachsen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Materialien für die Luft- und Raumfahrt. Von den nun 75 verfügbaren Materialoptionen sind für die Drohnenfertigung vor allem folgende relevant:

  1. Inconel 625: Eine Nickel-Superlegierung, die für ihre hohe Zugfestigkeit und Hitzebeständigkeit auch unter Extrembedingungen geschätzt wird. Typische Anwendungen bei Drohnen sind Triebwerksstatoren, Rotoren, Abgasdüsen und Turbinenschaufeln.
  2. AISI 4130: Diese Chrom-Molybdän-Legierung (Chromoly-Stahl) bietet ein hohes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Sie kommt bei internen Triebwerkshalterungen und Fahrwerksbaugruppen von Drohnen zum Einsatz.
  3. Aluminium 5754: Diese Aluminium-Magnesium-Legierung überzeugt durch geringes Gewicht, gute Umformbarkeit und Korrosionsbeständigkeit. Sie wird häufig für die äußere Struktur von Drohnen, Blechgehäuse und Halterungen gewählt.

Expertise in der High-Mix-Low-Volume-Fertigung

Die Expertise von Protolabs in der High-Mix-Low-Volume-Fertigung – also in der schnellen Umsetzung bei gleichbleibend hoher Qualität – trifft genau den Bedarf der Drohnenbranche. Diese ist auf kontinuierliche Designiterationen, individuelle Nutzlasten und anpassungsfähige Hardware angewiesen.

Um diesen Anforderungen und den engen Produktionsfristen gerecht zu werden, bietet das Unternehmen schnelles CNC-Fräsen für einsatzfertige Metall- und Kunststoffteile mit engeren Toleranzen und höherer Präzision. Zudem steht ein breiteres Spektrum an funktionalen und optischen Oberflächenveredelungen zur Verfügung. Diese Fähigkeiten unterstützen die Entwicklung und den Betrieb leistungsstarker Drohnen mit anspruchsvoller Hardware und Präzisionskomponenten.

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DroneX Expo

Neben diesen Neuheiten präsentiert Protolabs seine Fertigungslösungen für die Drohnenbranche auf der DroneX Expo am 29. und 30. September in London. Besucher finden Protolabs am Stand #U712 und erfahren dort, wie die digitalen Fertigungsdienstleistungen des Unternehmens schnelles Prototyping, skalierbare Serienproduktion und Innovation in der Verteidigungs- und kommerziellen Drohnenbranche unterstützen.

Weitere Informationen: https://www.protolabs.com/de-de/