Studie: Gut jedes zweite Industrieunternehmen drückt trotz Konjunkturkrise bei der Digitalisierung aufs Tempo.
(Quelle: photon_photo/stock.adobe.com)
Die Industriemanager in der DACH-Region sind sich einig: Unternehmerischer Erfolg ist heute so eng wie nie mit der digitalen Transformation verknüpft.
Laut der aktuellen Studie „Digitalisierung 2024“ intensivieren daher mehr als die Hälfte der Industrieunternehme ihre Digitalisierungsaktivitäten. Und das trotz einer insgesamt angespannten Wirtschaftslage.
Das hohe Veränderungs- und Modernisierungstempo überfordert jedoch auch zahlreiche Unternehmen und führt zu einer wachsenden digitalen Kluft.
Für die Studie haben die Unternehmensberatung Staufen und AppliediT, Spezialist für die Echtzeit-Analyse industrieller Daten, mehr als 400 Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
„Die Digitalisierung ist ein Impulsgeber und ein ideales Instrument, um in der Krise die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Diese Erkenntnis setzt sich in der Industrie mehr und mehr durch. Jedes zweite Unternehmen hat sich vorgenommen, das Tempo der Digitalisierung weiter zu erhöhen. Das ist richtig so“, sagt Dr. Michael Feldmeth, der bei Staufen die Practice Unit Digital & Industrie 4.0 leitet. Diese offensive und zukunftsorientierte Haltung sei ein Lichtblick im aktuellen Marktumfeld, denn sie zeige, dass sich die Unternehmen ihrer Potenziale und Chancen bewusst seien.
Industrie-Experte Feldmeth empfiehlt dazu eine ambitionierte und mehrdimensionale Transformationsstrategie, die über reine Effizienzoptimierungen hinausgeht. So reagieren bisher 63 Prozent der Unternehmen auf die globale Wirtschaftskrise mit Kostensenkungsmaßnahmen, 45 Prozent konzentrieren sich auf ihr etabliertes Kerngeschäft. „Erst an dritter Stelle werden neue Geschäftsmodelle genannt, gefolgt von Kooperationen oder strategischen Partnerschaften. Hier ist mehr Mut gefragt“, so Feldmeth weiter.
Zusammenhänge zwischen Daten verstehen und auswerten
Auch bei den Unternehmen, die nach eigenen Angaben ihre Digitalisierungsaktivitäten intensivieren, steht derzeit jedoch eher die Optimierung des Status quo ganz oben auf der Agenda. So arbeiten aktuell 82 Prozent an der „Digitalisierung der Prozesse“, 57 Prozent setzen „Cybersecurity-Maßnahmen“ um und 48 Prozent treiben eine „Cloud-Migration“ voran.
Um das Potenzial der Digitalisierung voll auszuschöpfen, empfiehlt Ignacio Quiñonero Ferrer, Geschäftsführer von AppliediT, einen umfassenden Ansatz. „Wenn Daten nur isoliert betrachtet werden, erhält das Unternehmen lediglich eine Momentaufnahme. Effektiver ist es, die Zusammenhänge zwischen den Daten zu verstehen und auszuwerten. Das erhöht den Informationsgewinn enorm. So lassen sich die Stellschrauben mit dem größten Hebel in der Prozesskette identifizieren.“
Digitalisierung: tieferer Erkenntnisgewinn auf dem zweiten Teil des Weges
Digitalisierungsexperte Ferrer ist überzeugt, dass sich somit die Versprechen des technologischen Wandels einlösen und enttäuschte Erwartungen vermeiden lassen. „Während die Digitalisierung in vier von zehn Unternehmen die Transparenz bereits deutlich erhöht hat, verzeichnen bisher nur etwa halb so viele wirklich spürbare positive Effekte in den Bereichen Innovationskraft, Qualität und Kosten. Das deutet darauf hin, dass in den Unternehmen zwar viele Daten gesammelt werden, deren Auswertung aber noch nicht zu einem tieferen Erkenntnisgewinn geführt hat. Kurzum: Es ist an der Zeit, jetzt den zweiten Teil des Weges der Digitalisierung in Angriff zu nehmen.“
Über die Studie „Digitalisierung 2024“ Für die Studie „Digitalisierung 2024“ befragten die Staufen AG und AppliediT 417 Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Befragung erfolgte im Oktober und November 2023. Die vollständigen Studienergebnisse können Interessierte hier anfordern: www.staufen.ag/studie-digitalisierung-2024
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.