3D-Druck auf der Hannover Messe Roboterhände und KI-basierte Fertigungslinien

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Werkzeuge für die automatisierte Produktion mit 3D-Druck realisieren oder eine adaptive Fertigungslinie aufsetzen: EOS zeigt auf der Hannover Messe 2026 von 20. bis 24.04.2026, was im industriellen 3D-Druck möglich ist. Auch in der Defense Production Area, einem erstmals auf der Hannover Messe eingerichteten Ausstellungsformat, ist das Unternehmen mit verschiedenen Anwendungen vertreten.

In Aktion zu sehen sein wird auf der Hannover Messe ein in 3D-Druck gefertigter Greifer für einen Roboterarm.(Bild:  EOS)
In Aktion zu sehen sein wird auf der Hannover Messe ein in 3D-Druck gefertigter Greifer für einen Roboterarm.
(Bild: EOS)

„EOS ist seit über 30 Jahren Vorreiter im 3D-Druck für Metalle und Polymere“, sagt Nikolai Zaepernick, CSO EOS. „Wir kombinieren Systeme, Materialien und digitale Prozesse zu genau der Lösung, die Kunden für eine zukunftsfähige Produktion brauchen – das zeigen wir auf der Hannover Messe in geballter Form.“

Produktionswerkzeuge: Kosten, Zeit und Material einsparen – bei höchster Qualität

Am eigenen Stand zeigt EOS in verschiedenen Applikationen, welche Vorteile mit industriellem 3D-Druck in der Fertigung von Produktionswerkzeugen realisierbar sind. So lassen sich die Kosten für Werkzeuge zur Formfaserproduktion um bis zu 50 Prozent reduzieren, wobei die Umsetzung nur wenige Wochen in Anspruch nimmt und selbst bei kleinen Losgroßen profitabel ist. Ein Beispiel für die Reduktion von Materialeinsatz ist die Fertigung von Vibrationswendelförderern, die im Maschinenbau beispielsweise Schüttgut wie Schrauben oder Muttern transportieren. Hier konnte EOS in einem Kundenprojekt sieben Prozent Material und 30 Prozent Kosten einsparen, gleichzeitig wurden die Vorlaufzeiten um über 90 Prozent verkürzt.

In Aktion zu sehen sein wird auf der Hannover Messe ein in 3D-Druck gefertigter Greifer für einen Roboterarm, der aufzeigt, welche Möglichkeiten in puncto Funktionsweise und Steuerung die additive Fertigung in diesem Bereich bietet. Darüber hinaus sind eine Gewichtsreduktion von über 90 Prozent sowie CO2-Einsparungen von über 90 Prozent realisierbar.

Adaptive Fertigung mit Siemens und EOS

Eine Produktion, die sich schnell verändernden Anforderungen anpasst – das ist die Idee des Konzepts Adaptive Manufacturing, das im Innovation Hub am Siemens-Stand gezeigt wird. Als Applikationsbeispiel dafür dient die Mittelsohle eines Sportschuhs, die bezüglich Sportler, Sportart und anderer Kriterien flexibel angepasst werden kann.

„Dank Industrieller Künstlicher Intelligenz zur Orchestrierung komplexer Workflows können wir den kompletten Prozess steuern und flexibilisieren“, so Karsten Heuser, Vice President of Additive Manufacturing bei Siemens Digital Industries. „Das Konzept umfasst alle Schritte vom KI-gestützten Design für den 3D-Druck bis zur KI gestützten Orchestrierung der gesamten Fertigung.“ Herzstück der adaptiven Fertigungslinie ist der industrielle 3D-Drucker P3 NEXT von EOS, der auf die Automatisierung von Siemens setzt. Dieser punktet vor allem mit Blick auf eine wiederholbar gute Qualität der gefertigten Produkte als auch durch eine hohe Verfügbarkeit von bis zu 90 Prozent. „Im mittleren Volumenbereich ermöglichen wir mit der EOS P3 NEXT eine individualisierte Serienproduktion”, sagt Davide Iacovelli, Regional-Direktor EMEA, EOS.

3D-Druck auf der Hannover Messe: Der industrielle 3D-Drucker P3 NEXT.
Der industrielle 3D-Drucker P3 NEXT.
(Bild: EOS)

„Am Siemens-Stand wird deutlich, welcher Mehrwert sich daraus für Kunden ergibt. Konkret bedeutet dies kürzere Entwicklungs- und Fertigungszyklen, mehr Flexibilität im Produktdesign und eine deutlich höhere Prozesssicherheit über die gesamte Produktionskette hinweg“.

3D-Druck im Defence-Bereich: Kompetenz in Kunststoff- und Metallanwendungen

Schnelle Entwicklungs- und Produktionsanläufe, flexible Anpassungen des Designs sowie eine bedarfsgerechte Produktion von Hochleistungsteilen: Diese Vorteile der additiven Fertigung stärken die Einsatzbereitschaft, verlängern die Lebensdauer sicherheitskritischer Systeme und erhöhen die Resilienz von Lieferketten. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigt EOS am Siemens-Stand in der Defense Production Area anhand verschiedener Applikationen. Unter anderem wird eine Hochgeschwindigkeitsdrohne von Quantum Systems gezeigt, für die komplexe Geometrien mittels Kunststoff-3D-Druck umgesetzt werden mussten.

EOS-Präsenz auf einen Blick

Orte, Ansprechpartner und Termine

•EOS-Stand „Produktionswerkzeuge mit 3D-Druck fertigen“

Wo: Halle 26, Stand G44

•Siemens Innovation Hub „Adaptive, KI-gestützte Fertigungslinie mit 3D-Druck“

Wo: Halle 27, Stand A48

•Siemens-Stand Defense Production Area

Wo: Halle 26, Stand C70

Podiumsdiskussion “Building blocks for Adaptive Manufacturing: Industrial AI, Additive Manufacturing & Robotics”

Teilnehmende: Marie Langer (CEO EOS), Yupin Tseng (General Manager Orisol), Vivek Kaushik (Managing Director Accenture Siemens Business Group),

Wann: 20.4., 14.00 bis 14.30 Uhr

Wo: Siemens-Stand, Halle 27, Stand A48

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•Master Class „Von der Intuition zur Entscheidung: Simulationsgestützte Auslegung von Polymer Produktionswerkzeugen“ (Dominik Sippel, EOS)

Wann: 20.4., 15.30 bis 16.30 Uhr

Wo: Solution Lab, Halle 26, E453, Master Class Raum 2

•Key Note „Additive Manufacturing als Schlüsseltechnologie für skalierbare Industrieautomation“ (Dominik Sippel)

Wann: 23.4., 14:40 bis 14:55 Uhr

Wo: Spotlight Stage, Halle 26, Stand E43

Weitere Informationen: https://www.eos.info/de

Erfahren Sie hier mehr über die automatisierte Nachbearbeitung in der additiven Prozesskette