Quantencomputing / Simulation Was die Rechenmauer durchbrechen könnte

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Quantinuum und Synopsys bündeln ihre Kräfte, um Quantencomputing in das moderne Industriedesign zu integrieren. Die strategische Partnerschaft soll die „Rechenmauer“ klassischer Systeme durchbrechen und präzisere Simulationen in der Luftfahrt, Halbleitertechnik und Fertigung ermöglichen.

(Bild:  © Digital GFX/stock.adobe.com)
(Bild: © Digital GFX/stock.adobe.com)

Quantinuum kündigt Zusammenarbeit mit Synopsys an. Sie soll die Konstruktion mit Quantencomputing voranbringen. Die Kooperation zielt auf quantengestützte Ansätze für Simulations- und Designherausforderungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Biowissenschaften, Halbleiter und moderne Fertigung ab.

Der Fokus liegt auf der Integration von Quantencomputing in das moderne Instrumentarium für Ingenieure, um, wie es heißt, die Rechenmauer (Computational Wall) zu durchbrechen, die derzeit das Tempo industrieller Innovationen begrenze.

Die Herausforderung: präzises Design für die physische Welt

Modernes Industriedesign ist auf hochpräzise Simulationen angewiesen, um frühzeitig bessere Entscheidungen treffen zu können. Dies reduziert potenziell kostspielige Prototypen, verkürzt Entwicklungszyklen und verbessert die Produktleistung. In der Luft- und Raumfahrt sowie in der modernen Elektronik verlassen sich Teams auf numerische Strömungsmechanik (CFD) und elektromagnetische Simulationen, um das reale Verhalten vorherzusagen, bevor gebaut und getestet wird.

Da Produkte jedoch immer komplexer werden, steigt der Rechenaufwand für Simulationen erheblich. Er erreicht Dimensionen, die selbst die Kapazitäten aktueller klassischer Supercomputer übersteigen. Daher müssen Ingenieure zunehmend zwischen Simulationsgenauigkeit, Laufzeit, Kosten und Entwicklungsgeschwindigkeit abwägen. Die Zusammenarbeit zwischen Quantinuum und Synopsys soll nun diese Einschränkungen überwinden helfen, indem Quantencomputing-Kapazitäten direkt in fortschrittliche Engineering-Workflows integriert werden.

Quantencomputing als Wettbewerbsvorteil

„Unser Ziel ist es, Quantencomputing in einen praktischen Geschäftsvorteil für die innovativsten Unternehmen der Welt zu verwandeln“, sagte Dr. Rajeeb Hazra, Präsident und CEO von Quantinuum. „Indem wir die Lösung dieser zentralen Designgleichungen verbessern, wollen wir Innovatoren helfen, präzisere Modelle zu untersuchen und Durchbrüche bei Materialien und Technologien der nächsten Generation zu beschleunigen.“

Transformation des Industriedesigns durch Quantencomputing

Die Unternehmen streben den Aufbau eines skalierbaren End-to-End-Workflows an, der Quantenalgorithmen direkt in bestehende Industriesoftware und Bibliotheken integriert. Durch die Kombination der branchenweit führenden Genauigkeit [1] der Systeme von Quantinuum mit der tiefgreifenden Expertise von Synopsys in Engineering-Simulations- und Designtools soll das Quantencomputing zu einem funktionalen Bestandteil des modernen Engineering-Toolkits werden.

„In dieser Partnerschaft geht es darum, Innovatoren die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie zur Lösung der schwierigsten Designherausforderungen der Welt benötigen“, sagte Prith Banerjee, Senior Vice President of Innovation bei Synopsys.

„Durch die Integration von Quantencomputing in heutige Engineering-Workflows können wir Innovationen beschleunigen und gleichzeitig die Standards und die Zuverlässigkeit wahren, denen unsere Kunden vertrauen.“

Drei Kernziele für den Engineering-Sektor

  1. höhere Genauigkeit für die physische Welt: Ingenieure sollen in der Lage sein, kritische physikalische Details zu modellieren, deren präzise Erfassung für klassische Supercomputer bisher zu kostspielig war.
  2. schnellere und kosteneffizientere Simulationen: Beschleunigung der Simulationszeiträume, um Unternehmen dabei zu helfen, schneller vom Konzept zum Prototyp zu gelangen und gleichzeitig die Forschungs- und Entwicklungskosten erheblich zu senken.
  3. stärkere Erweiterung und Skalierung bestehender Workflows: Sicherstellung, dass neue quantennative Solver die strengen Validierungsstandards und die Modellierungsintuition beibehalten, die industrielle Anwender fordern.

Durch den Aufbau auf etablierten CFD- und elektromagnetischen Kapazitäten soll dieser Ansatz sicherstellen, dass Industrieingenieure künftige Rechenvorteile nutzen können, während Quantencomputer skalieren – ohne dass der Designprozess neu erfunden werden müsste. Diese Strategie baut auf jahrzehntelanger validierter Expertise auf und eröffnet gleichzeitig einen neuen Weg an der Grenze der Computertechnologie.

Weitere Informationen: https://www.quantinuum.com/

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[1] Basierend auf einer durchschnittlichen Zwei-Qubit-Gatter-Fidelität von 99,921 % (Stand: 31. Dezember 2025).

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