Multiphysik / Hardware-Engineering Vom Flaschenhals zum Motor des datengetriebenen Designs

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Das finnische Tech-Unternehmen Quanscient hat zehn Millionen Euro eingesammelt, um das Hardware-Engineering in das KI-Zeitalter zu bringen. Durch die Fusion von Cloud-Skalierbarkeit, Quantenalgorithmen und Multiphysik will das Start-up den Flaschenhals zwischen digitalem Design und realer Physik beseitigen.

Das Technologieunternehmen Quanscient, Spezialist für cloudbasierte Multiphysik-Simulationstechnologie und Quantenalgorithmen, gibt den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von zehn Millionen Euro bekannt.(Bild:  Quanscient)
Das Technologieunternehmen Quanscient, Spezialist für cloudbasierte Multiphysik-Simulationstechnologie und Quantenalgorithmen, gibt den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von zehn Millionen Euro bekannt.
(Bild: Quanscient)

Das finnische Technologieunternehmen Quanscient, spezialisiert in cloudbasierter Multiphysik-Simulationstechnologie und Quantenalgorithmen, gibt den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Millionen Euro bekannt. Das Kapital soll die internationale Expansion beschleunigen und die Position des Unternehmens als wichtiger Anbieter in den Bereichen Multiphysik-Simulation, Quantenalgorithmen und KI-natives Hardware-Engineering festigen. Angeführt wurde die Runde vom dänischen Quantenfonds 55 North und dem österreichischen Industrieinvestor B&C Group. Die bestehenden Investoren Maki.vc, Crowberry Capital, QAI Ventures und First Fellow Partners beteiligten sich erneut in vollem Umfang.

Während künstliche Intelligenz fast jedes Feld transformiert hat, bleibt das Hardware-Engineering eingeschränkt. Ingenieure sind nach wie vor auf komplexe, langsame Trial-and-Error-Prozesse angewiesen. Laut einer aktuellen Studie von Quanscient vereinfachen 89 % der Ingenieure routinemäßig ihre Physikmodelle, um die vorgegebenen Rechenzeiten einzuhalten. Aktuelle KI-Modelle können reale physikalische Zusammenhänge nicht präzise simulieren, da ihnen die Daten fehlen, um diese zu erlernen. Infolgedessen bleibt die Simulation ein Nadelöhr im Engineering.

Code-gesteuert und in der Cloud skalierbar

Quanscient will dieser Herausforderung begegnen, indem es physikalische Simulationen code-gesteuert, cloud-skalierbar und darauf ausgelegt macht, genau jene Volumina an Multiphysik-Daten zu generieren, die eine KI zum Lernen benötigt. Die Plattform verspricht eine schnellere und hochwertigere Produktentwicklung und verkürzt die Markteinführungszeiten in Branchen wie Energie, Luft- und Raumfahrt sowie Automobilbau. Führende Industrieunternehmen in Europa, Nordamerika und Japan – darunter Fortune-100-Konzerne – vertrauen auf Quanscient, um ihre Forschung und Entwicklung (F&E) zu beschleunigen.

Mit der Unterstützung der neuen Finanzierung treibt Quanscient seine internationale Expansion voran und entwickelt die markteinführende Plattform weiter, die Simulation, Quantenalgorithmen und KI-Integration vereint.

KI kann Hardware-Engineering transformieren

„KI wird das Hardware-Engineering nur dann transformieren, wenn die Simulation selbst dafür neu erfunden wird. Indem wir Multiphysik code-gesteuert und cloud-skalierbar machen, erzeugen wir die Datenmengen, die eine KI benötigt. So wird die Simulation vom Flaschenhals zum Motor des datengetriebenen Designs. Dies ermöglicht im Hardware-Engineering denselben Wandel, den die KI bereits in der Softwareentwicklung vollzogen hat“, sagt Juha Riippi, Mitgründer und CEO von Quanscient.

Quanscient ermöglicht eine vollständig digitale Produktentwicklung und -prüfung, wodurch kostspielige physische Prototypen überflüssig werden. Ingenieure können verschiedene Designoptionen frühzeitig bewerten, Risiken minimieren und die Leistung des Endprodukts verbessern. Die Plattform liefert laut Anbieter bis zu 100-mal schnellere Simulationen und verkürzt die Laufzeiten um bis zu 99 %. Die KI-Integration optimiert das Design zusätzlich, indem sie ideale Kompromisse identifiziert, den Weg vom Konzept zur Umsetzung beschleunigt und Lösungen aufdeckt, die ansonsten verborgen geblieben wären.

„Industrielle Wettbewerbsfähigkeit hängt von Geschwindigkeit und Genauigkeit ab. Die Architektur, die wir für Cloud- und Quantensimulationen entwickelt haben, ist auch das Fundament für eine völlig neue Kategorie von KI. Sie wird die physikbewussten KI-Modelle ermöglichen, auf die das Hardware-Engineering gewartet hat“, so Riippi weiter.

Konzept bringt Simulation, Quantencomputing und KI zusammen

„Engineering-Teams stehen unter dem Druck, weitaus größere Designräume und komplexere physikalische Zusammenhänge zu untersuchen, als es herkömmliche Werkzeuge erlauben. Die cloud-native Multiphysik-Plattform von Quanscient bietet Kunden zusammen mit der zukunftsweisenden Arbeit an Quantenalgorithmen und KI-Tools einen großen Schritt im Durchsatz, ohne Abstriche bei der Genauigkeit zu machen. Wir sind überzeugt, dass diese Fähigkeit für Innovatoren in Bereichen wie Kernfusion, Hochleistungselektronik und Quantentechnologien entscheidend sein wird“, sagt Helmut Katzgraber, Chief Science Officer & General Partner bei 55 North.

„Wir sind davon überzeugt, dass Quanscient mit seinem Ansatz an der Schnittstelle von Simulation, Quantencomputing und KI einen neuen Standard für die Entwicklung physischer Produkte setzt. Als Investor in Industrial-Tech-Unternehmen sehen wir solche Technologien als Schlüssel, um Europas industrielle Innovationskraft langfristig zu stärken“, sagt Julia Reilinger, Geschäftsführerin der B&C Group.

Weitere Informationen: https://quanscient.com/

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