AMA Innovationspreis 2021: Gassensorik und Multiparametermessung
Verantwortlicher Redakteur:in:
Andreas Müller
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Der AMA Innovationspreis 2021, der mit 10'000 Euro dotiert ist, geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei Entwicklerteams.
(Quelle: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.)
Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) verlieh den AMA Innovationspreises 2021 an zwei nominierte Teams.
Pandemiebedingt wurden die Preisträger digital am 3. Mai 2021 auf der Eröffnungsveranstaltung der Sensor and Measurement Science International (SMSI 2021) gekürt.
Konzepte für Gassensorik mit dielektrischer Anregung und Multiparametermessung als Multi-Sensor-System für die Fermentation „QWX43“ konnten die Jury überzeugen.
Der AMA Innovationspreis 2021, der mit 10'000 Euro dotiert ist, geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei Entwicklerteams. Beiden Entwicklungen überzeugten die Jury durch hohe Innovationskraft und eine deutliche Marktrelevanz.
Gassensorik mit dielektrischer Anregung
Mit der Einführung eines Sensor-Anregungsschemas, das eine zeitgemäße Alternative zur klassischen Widerstandmessung darstellt, werden konventionellen halbleitenden Metalloxid-Materialien (SMOX) neue Gassensorfähigkeiten verliehen. Das Anregungsschema bietet ein lineares Gasansprechverhalten (R² > 0,99), einen dynamischen Gaskonzentrationsbereich von sechs Dekaden, eine hohe Basislinienstabilität, reduzierte Feuchtigkeitseffekte und eliminierte Umgebungstemperatureffekte. Dieses Produkt ist bereits mit einem Partner auf den Markt gebracht worden. Derzeit arbeitet das Team mit verschiedenen weiteren Anwendern aus den Bereichen Verbraucher, Industrie, Medizin, innere Sicherheit und anderen zusammen.
(Bild: Entwicklerteam Gassensorik mit dielektrischer Anregung. V. l. n. r.: Andrew Burns, Richard St-pierre, Dr. Aghogho Obi, Radislav Potyrailo, Dr. Brian Scherer, Dr. Christopher Collazo-Davila, Dr. Baokai Cheng, eingeblendet: Dr. Hilary Lashley Renison. Bildquelle: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.)
Das Entwicklerteam aus den USA: Dr. Radislav A. Potyrailo, Richard St-pierre, Dr. Aghogho Obi, Dr. Baokai Cheng, Dr. Christopher Collazo-Davila, Dr. Brian Scherer, Dr. Hilary Lashley Renison, Dr. Andrew Burns (General Electric Research Center)
Multiparametermessung als cloudbasierter Sensor für die Fermentation „QWX43"
Ein neuartiges, kompaktes und einfach zu bedienendes Multisensorsystem, das aus Sicht des Anwenders zu jedem Zeitpunkt volle Transparenz bietet, durch gleichzeitige Ausgabe von Dichte, Viskosität, Gärgrad, Extrakt-, Alkohol- und Zuckerkonzentration sowie weiteren Parametern. Mit dem Gerät kann der Brauer seinen Prozess rund um die Uhr überwachen, den Verlauf protokollieren, dokumentieren und speichern. Wertvolle Prozessauswertungen wie Beginn und Ende der Gärung erfolgen über das Webinterface. Das System basiert auf lediglich zwei Piezo-Stimmgabeln und strategisch platzierten Temperatursensoren und ist in einem hygienisch vollständig gekapselten Metallgehäuse realisiert.
Das Entwicklerteam: Dr. Tobias Brengartner, Jan Schleiferböck, Dr. Sergey Lopatin, Andrey Dodonov, Pablo Ottersbach, Julia Rosenheim (Endress+Hauser Level+Pressure)
AMA Innovationspreis 2021: Sensorik und Messtechnik als Innovationstreiber
In diesem Jahr bewarben sich 29 innovative Forscher- und Entwicklerteams mit hochkarätigen Entwicklungen um den AMA Innovationspreis, darunter sieben junge Unternehmen. Alle gemeinsam zeigen die Innovationskraft der Sensorik und Messtechnik auf.
„Beide Gewinnerprojekte überzeugten durch fundierte Lösungen, überzeugende Innovationskraft und Marktrelevanz“, erklärt der Juryvorsitzende Professor Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes die diesjährige Auswahl.
Broschüre mit allen Einreichungen 2021
Alle akzeptierten Einreichungen werden mit einer Kurzbeschreibung der Innovation in der Broschüre ‚AMA Innovationspreis 2021 – Die Bewerber‘ veröffentlicht, die kostenfrei online heruntergeladen werden kann.
Bewerbungen für den Innovationspreis 2022
Bewerbungsformulare für den AMA Innovationspreis 2022 sind ab Ende Oktober 2021 verfügbar. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten.
Bild oben: Entwicklerteam: Multiparametermessung als Multi-Sensor-System für die Fermentation „QWX43“. V. l. n. r.: Dr. Sergey Lopatin, Julia Rosenheim, Dr. Tobias Brengartner, Jan Schleiferböck, Pablo Ottersbach(Endress+Hauser SE+Co.KG) . Bildquelle: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.
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