PLM-Plattform Digital Thread für Entwicklung photonischer Chips

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen Lightium setzt bei der Entwicklung photonischer integrierter Schaltungen für KI-Rechenzentren auf die PLM-Plattform Aras Innovator. Mit einem durchgängigen Digital Thread will das Start-up Entwicklungsdaten, Prozesse und Produktion skalierbar vernetzen.

Im Reinraum von Lightium: Prüfung eines 200-mm-Photonik-Wafers vor dem nächsten Fertigungsschritt. (Bild:  Lightium)
Im Reinraum von Lightium: Prüfung eines 200-mm-Photonik-Wafers vor dem nächsten Fertigungsschritt.
(Bild: Lightium)

Um in einem der komplexesten Technologiefelder unserer Zeit erfolgreich zu sein, braucht es nicht nur neue Ideen, sondern auch eine durchgängige Struktur für Daten und Prozesse. Das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen Lightium setzt deshalb auf die PLM-Plattform Aras Innovator. Lightium entwickelt photonische integrierte Schaltungen (PICs), die Daten mittels Licht statt über Elektronenfluss übertragen. Mit dem Digital Thread von Aras sollen Daten, Prozesse und Fachbereiche im gesamten Unternehmen vernetzt werden.

„In modernen KI-Rechenzentren ist nicht mehr die Rechenleistung der größte Engpass, sondern die Übertragung von Daten“, sagt Amir H. Ghadimi, Co-Founder und CEO von Lightium. „Genau hier setzen wir an: Mit photonischen integrierten Schaltungen können wir die Leistungsfähigkeit deutlich über heutige Technologien hinaus skalieren und gleichzeitig den Energieverbrauch signifikant senken.“

Digital Thread: Lückenlose Nachverfolgbarkeit entscheidend für die Skalierung

Mit zunehmender technologischer Ambition steigt jedoch auch die Komplexität der Entwicklungsprozesse sowie der Bedarf an durchgängiger Datenstruktur und Rückverfolgbarkeit. Gerade in der photonischen Produktion ist eine lückenlose Nachverfolgbarkeit entscheidend für Skalierung und Yield-Management.

„In der Photonik gibt es – anders als in der Elektronik oder im Maschinenbau – noch keine etablierten PLM-Standards und kaum fertige Integrationen“, erläutert Kevin Radican, Head of Data bei Lightium. „Die Entwicklung bewegt sich zwischen softwaregetriebenen Arbeitsweisen und klassischen Hardware- beziehungsweise Industrieprozessen. Deshalb brauchten wir eine Plattform, die sich flexibel an unsere Anforderungen anpassen lässt.“

PLM-Plattform bietet Flexibilität

Ein durchgängiges Lifecycle-Management gilt dabei als zentrale Voraussetzung für Skalierung und Industrialisierung. Aras Innovator bietet hierfür die notwendige Flexibilität. Mithilfe der Low-Code-PLM-Anwendung will Lightium künftig Entwicklungsdaten, Simulationen und Designprozesse übergreifend vernetzen, um skalierbare Produktionsprozesse zu ermöglichen. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen eine leistungsfähige Backend-Architektur zur Verwaltung von Stücklisten, Bauteildaten und Projekten und kann individuelle Front-ends für photonikspezifische Workflows entwickeln. Die Implementierung erfolgt intern. Darüber hinaus setzt Lightium auf KI-gestützte Ansätze zur Optimierung seiner Entwicklungsprozesse.

„Unternehmen wie Lightium stehen exemplarisch für eine neue Generation von Hightech-Unternehmen, die in hochkomplexen und dynamischen Technologiefeldern agieren“, sagt Matthias Fohrer, Vice President EMEA bei Aras. „Gerade in solchen Umgebungen ist eine flexible Plattform entscheidend, um Daten, Prozesse und Disziplinen miteinander zu verbinden und Innovationen voranzutreiben.“

Junges Unternehmen mit technologischer Substanz

Lightium wurde im September 2023 gegründet und baut auf mehr als sechs Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor der Unternehmensgründung auf. Das schnell wachsende Start-up bietet Foundry-Services für photonische Chips auf Basis von 200-mm-Fertigungsprozessen und ermöglicht damit eine skalierbare industrielle Produktion. Nach Unternehmensangaben reduziert die Technologie den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Lösungen um mehr als 30 Prozent. Während aktuelle Systeme Übertragungsraten von bis zu 800 Gbit/s erreichen und die nächste Generation auf 1,6 Tbit/s abzielt, arbeitet Lightium daran, in den kommenden Jahren Geschwindigkeiten von über 6 Tbit/s zu ermöglichen.

Weitere Informationen: https://aras.com/

Lesen Sie hier mehr darüber, wie PLM-Nutzer mit künstlicher Intelligenz arbeiten.

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