Siemens hat seine Teamcenter-Software für das Product Lifecycle Management (PLM) um KI-gestützte Funktionen zur Lebenszyklusanalyse (LCA) erweitert.
Siemens hat seine Teamcenter-Software für das Produktlebenszyklusmanagement um KI-gestützte Funktionen zur Lebenszyklusbewertung (LCA) erweitert.
(Bild: Siemens)
Die gemeinsam mit Makersite entwickelte Software bringt umfassende Funktionen zur Lebenszyklusanalyse (LCA) in den Kern des digitalen Zwillings und ermöglicht so die Entwicklung konformer, neuartiger und nachhaltiger Produkte.
Siemens Digital Industries Software hat die Erweiterung seiner Teamcenter-Software für PLM um KI-gestützte Funktionen zur Lebenszyklusanalysebekannt gegeben. Strategisch will Siemens durch die Nutzung des digitalen Zwillings und eine robuste Dateninfrastruktur Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg bereitstellen. Daraus können Anwender kontextbezogene Erkenntnisse gewinnen, die jede Phase des Produkts und des Prozesses verbessern. Die Teamcenter Sustainability Lifecycle Assessment-Software soll es Designern, Ingenieuren und Herstellern ermöglichen, KI- und Lieferkettendaten zu nutzen. Somit können sie nachhaltige, konforme und innovative Produkte schneller und intelligenter entwickeln.
Lebenszyklusanalyse für Compliance und reduzierte Umweltbelastung
Die gesamte Fertigungsorganisation müsse über umfassend erweiterte Lebenszyklus-Intelligenz verfügen, ist sich Frances Evanssicher, der Senior Vice President, Lifecycle Collaboration Software, Siemens Digital Industries Software. Industrieunternehmen seien mit anspruchsvollen globalen Compliance-Anforderungen und der Notwendigkeit zur Verringerung der Umweltbelastung konfrontiert. Siemens ermögliche den Kunden, KI zu nutzen, um von Anfang an auf Nachhaltigkeit zu setzen, Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und die Materialauswahl zu optimieren. Mit den Funktionen zur Lebenszyklusbewertung von der Entstehung bis zum Ende der Lebensdauer in Teamcenter stehe es den Kunden offen, Produktinnovationen mit Echtzeit-Umweltdaten transformieren.
Teamcenter Sustainability Lifecycle Assessment ist in Zusammenarbeit mit Makersite entstanden. Mit der Ergänzung von Teamcenter um KI-gestützte, prädiktive LCA-Daten und Analysefunktionen fügt Siemens eine neue Ebene der Lebenszyklusintelligenz hinzu, die Entscheidungen in Design und Fertigung auf eine solide Basis stellt. Unternehmen können Datensilos beseitigen, die Zusammenarbeit zwischen Design-, Engineering- und Nachhaltigkeitsteams optimieren und schnellere, fundiertere Entscheidungen in großem Maßstab treffen. Idealerweise resultiert dies in konformen, sicheren, kostengünstigen und umweltfreundlichen Produkten.
Integriert in Engineering-Anwendungen
Mit Teamcenter Sustainability Lifecycle Assessment können Engineering- und Fertigungsteams die Umweltkonformität, die Risiken in der Lieferkette und die Kosten eines Produkts frühzeitig und während des gesamten Produktlebenszyklus bewerten, und integriert in Anwendungen für mechanisches Produkt-Engineering, elektronisches/elektrisches Design und Simulation.
Produktteams können in frühen Produktentwicklungsphasen auf ISO-konforme LCA-Berichte mit Einblick in indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2 und Scope 3) zugreifen. Das trägt dazu bei, die Nachhaltigkeit, Compliance und langfristige Rentabilität der Produkte zu verbessern. Anwender können außerdem die Ergebnisse einer multikriteriellen Simulation analysieren, die direkt in die Stückliste des Produkts in Teamcenter eingebettet ist, um einen besseren Kompromiss zwischen Kosten, Leistung und Nachhaltigkeitsfaktoren zu erzielen. So können Unternehmen Ökodesign-Strategien wie Modularität, Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit umsetzen.
Neil D'Souza, CEO und Gründer von Makersiteverspricht sich von der Zusammenarbeit, dass die Produktlebenszyklus-Intelligenz direkt in die zentralen Entwicklungsworkflows einfließt. Die Integration liefere präzise, detaillierte Einblicke in Kosten, Compliance, Risiken und Umweltleistung, direkt in den alltäglichen Tools der Ingenieure und vom frühen Produktdesign bis hin zu Fertigungsstücklisten. Sie trage dazu bei, erschwingliche, sichere und nachhaltige Produkte schneller zu entwickeln und die Produktstammdaten zu verbessern. Unternehmen könnten außerdem den wachsenden Compliance-Anforderungen gerecht werden.
Stand: 16.12.2025
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