Expertentalk: PLM-Lösungen für den Mittelstand

Wissen im System, nicht nur in den Köpfen

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Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras

Wie können PLM-Lösungen Unternehmen dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen in der Fertigungsindustrie - etwa Fachkräftemangel, Variantenkomplexität oder die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen - effizient zu bewältigen?

Wenn Wissen nicht nur in den Köpfen einzelner Personen oder in Excel-Tabellen vorhanden ist, sondern strukturiert im System vorliegt, werden Organisationen widerstandsfähiger. Das ist angesichts des Fachkräftemangels von entscheidender Bedeutung. Auch die Variantenvielfalt lässt sich so besser steuern, da alle Beteiligten auf eine konsistente Datenbasis zugreifen. Beim Thema Nachhaltigkeit sind PLM-Lösungen das Rückgrat für Lieferketteninformationen, Analysen oder CO₂-Bilanzen. Unsere jüngste Industrie-Studie zeigt: 88 Prozent der Unternehmen, die mit PLM-Software arbeiten, sind gut auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbereitet. Unter den Nicht-PLM-Nutzern sind es nur 70 Prozent.

Unsere jüngste Industrie-Studie zeigt: 88 Prozent der Unternehmen, die mit PLM-Software arbeiten, sind gut auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbereitet.
Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras.(Bild:  Aras)
Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras.
(Bild: Aras)

Können Sie uns bitte ein Beispiel aus der Praxis nennen, in dem die PLM-Software zu verbesserter Produktentwicklung oder kürzerer Time-to-Market geführt hat?

Ein gutes Beispiel ist Parata Systems, ein Spezialist für Apotheken-Automatisierung: Mithilfe von Aras konnte das Unternehmen unter anderem sein Inspektionsmanagement und die Fehlerverfolgung optimieren. Die Zeit zur Aktualisierung von Prüfvorlagen konnte um 92 Prozent auf nur noch einen halben Tag reduziert werden. Gleichzeitig sank die Fehlerquote spürbar. Dies beschleunigt Produktentwicklungen messbar und verbessert die Qualität. Bei Hitachi Industrial führte Aras zu einem entscheidenden Effizienzsprung in der Produktentwicklung. Durch standardisierte Workflows, EBOM-/MBOM-Konsolidierung und SAP-Integration konnten die Time-to-Market deutlich gesenkt und mehr als 6'400 Änderungsaufträge (ECOs) effizient nachverfolgt werden. Das Resultat sind schnellere Innovationen, weniger Fehler und eine bessere globale Zusammenarbeit.

Welche technologischen Trends prägen aus Ihrer Sicht die Zukunft von PLM-Systemen, und wie bereiten Sie Ihre Lösung auf diese Entwicklungen vor?

Um die steigende Komplexität zu bewältigen, sind Offenheit, Adaptivität und KI-Fähigkeit entscheidend. Daher setzt Aras auf eine offene Plattformarchitektur mit regelmäßigen Updates, Low-Code-Funktionalitäten und durchgängiger Integrationsfähigkeit, die ERP-, MES- und Shopfloor-Systeme einschließt. So lassen sich sowohl klassische Entwicklungsprozesse als auch digitale Zwillinge oder agile Projekte effizient steuern. KI wird langfristig zum Standard, beispielsweise für die automatisierte Fehlererkennung, Variantenoptimierung oder vorausschauende Wartung. Parallel dazu gewinnt adaptive Robotik an Bedeutung: PLM liefert die Datenbasis, um Cobots und klassische Industrieroboter als integrierte Ressourcen im selben Datenmodell zu führen wie Maschinen, Werkzeuge oder Prüfstationen.

Weitere Informationen: https://aras.com/

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